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Ein Immobilienkäufer sucht sich sein Investment, wie ein Aktienkäufer, nach wirtschaftlichen Faktoren aus. Ist das Investment getätigt, sind die Vorgehensweisen jedoch oft sehr unterschiedlich.

Was kann ein Aktienkäufer vom Immobilienkäufer lernen?

Suchen Sie ein Unternehmen mit einem Geschäftsmodell aus, das langfristig bestehen kann. Der Immobilienbesitzer denkt in der Regel langfristig. Das heißt, er kauft eine Immobilie als Kapitalanlage und plant, diese langfristig im Bestand zu halten: also zehn, zwanzig oder gar dreißig Jahre. Der eine oder andere kauft die Immobilie auch, um sie der nächsten Generation zu vererben.

Ich kenne keinen Immobilienbesitzer, der nach sechs Monaten schaut, ob er Gewinn gemacht hat, um dann die Immobilie zu verkaufen. Am Aktienmarkt ist diese Denk- und Vorgehensweise schon lang etabliert. Medien, Print oder Fernsehen, stellen regelmäßig die Frage, ob nicht jetzt verkauft werden soll, um Gewinne mitzunehmen. Solch eine fahrlässige Aussage pauschal der ganzen deutschen Bevölkerung mitzuteilen, ist sehr gefährlich. Keiner der Reporter oder Moderatoren kennt die persönliche Situation und den Anlagehorizont eines Lesers oder Zuhörers. So werden Schwankungen, die durch berufsmäßige Spekulanten oder Zocker verursacht werden, regelmäßig weiter verstärkt.

Der Immobilienbesitzer weiß: Damit er eine Wertentwicklung hat, benötigt er Zeit. Die Region, in der er gekauft hat, muss sich erst einmal entwickeln. Auch die Miete wird entlang der Inflation oder der steigenden Attraktivität des Standortes weiterentwickelt. Das braucht Zeit. Der Immobilieninvestor nimmt sich die Zeit.

Genau so verhält es sich bei Unternehmen. Ein langfristiger Investor sollte dem Management Zeit geben, sich zu entwickeln. Ein Kursanstieg von zehn, zwanzig oder mehr Prozent ist dann kein Verkaufssignal, sondern der Hinweis darauf, dass sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg befindet.

Kommen wir zum grundlegenden Problem.

Nehmen wir an, Sie verkaufen die Aktie, also das erworbene Unternehmen, oder die Immobilie, weil sie eine Wertentwicklung gemacht hat und realisieren den Gewinn.

Und jetzt?

Das macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn Sie entweder das Geld brauchen oder wenn Sie ein Unternehmen bzw. eine Immobilie gefunden haben, die mehr Entwicklungsmöglichkeiten bietet. So lange das nicht der Fall ist, gibt es keinen Grund, Gewinne mitzunehmen.

Legen Sie das Geld stattdessen, um es vor Verlusten zu sichern, unter das berühmte Kopfkissen, verlieren Sie garantiert Geld. Und zwar in der Größenordnung Zins minus Inflation. Also zurzeit ungefähr zwei Prozent pro Jahr. In zehn Jahren sind das dann zwanzig Prozent.

Sind Sie nicht in der Lage, die richtigen Unternehmen auszuwählen, vertrauen Sie Ihr Geld am besten den Profis an: Finanzberatern, Fondsverwaltern oder Vermögensverwaltern.

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