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Intro: Im Jahr 2025 präsentierte sich der S&P 500 als Zugpferd der internationalen Aktienmärkte, wobei die beeindruckende Entwicklung in US-Dollar maßgeblich von den „Magnificent 7“ geprägt wurde. Für Anleger aus dem Euroraum zeigte sich jedoch, dass die tatsächliche Rendite durch die Umrechnungseffekte spürbar gemindert wurde. Während der US-Index im Dollar-Maßstab weiterhin führend blieb, beeinflusste die Dollarschwäche maßgeblich das Anlageergebnis europäischer Investoren. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Hintergründe und Auswirkungen der Währungseffekte im Jahr 2025.

Inhaltsverzeichnis

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Alles wichtige in Kürze:

  • Im Jahr 2025 erzielte der S&P 500 eine Rendite von rund 17,9 % in US-Dollar.
  • Die „Magnificent 7“ trugen etwa die Hälfte der gesamten Indexgewinne bei.
  • Die Schwäche des US-Dollar führte dazu, dass Euro-Anleger meist nur 2 bis 5 % Rendite erzielten.
  • Der Euro erreichte zeitweise 1,18 US-Dollar, wodurch fast 70 % der US-Dollar-Gewinne durch die Währungsumrechnung verloren gingen.
  • Stoxx 600-ETFs erzielten 2025 mit 20,83 % eine deutlich höhere Rendite für Euro-Anleger als US-Aktien im Euroraum.

Der S&P 500 Boom 2025 in US-Dollar

Im Jahr 2025 zeigte sich der S&P 500 erneut als Zugpferd der internationalen Aktienmärkte – zumindest, wenn man die Entwicklung in US-Dollar betrachtet. Die Rendite lag bei rund 16 Prozent und wurde maßgeblich von den sogenannten „Magnificent 7“ getragen, zu denen unter anderem Microsoft, Apple und Nvidia zählen. Diese sieben Technologiekonzerne steuerten etwa die Hälfte der gesamten Indexgewinne bei. Damit wurde die Performance des S&P 500 stärker denn je von einer kleinen Gruppe großer Unternehmen bestimmt. Der anhaltende KI-Boom verlieh insbesondere den Technologiewerten zusätzlichen Rückenwind und sorgte für eine beeindruckende Dynamik im Markt. Gleichzeitig führte diese Konzentration zu einer erhöhten Abhängigkeit des Index von wenigen Titeln, was das Risiko von Klumpeneffekten spürbar erhöhte. Während die Technologiewerte neue Höchststände erreichten, blieben andere Sektoren wie Finanzen oder Konsumgüter deutlich hinter dem Gesamtmarkt zurück. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Verschiedene Auswertungen bestätigen für 2025 eine S&P 500-Rendite zwischen 15 und 17 Prozent, jeweils inklusive Dividenden. Damit lag der US-Index im Dollar-Maßstab weiterhin vor vielen globalen Benchmarks. Im historischen Vergleich fällt jedoch auf, dass die Entwicklung für Euro-Anleger deutlich weniger erfreulich ausfiel. Während 2024 noch ein Plus von über 30 Prozent in Euro möglich war, blieb die Rendite 2025 für Anleger aus dem Euroraum spürbar hinter den US-Dollar-Ergebnissen zurück. Diese Diskrepanz bildet die Grundlage für die weiteren Überlegungen zu den tatsächlichen Ergebnissen im Portfolio europäischer Investoren.

Der S&P 500 Boom 2025 in US-Dollar

Technologischer Fokus des S&P 500

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Der schwache Dollar: Historischer Tiefststand

Im direkten Anschluss an die starke Entwicklung des S&P 500 in US-Dollar rückte für Euro-Anleger 2025 ein weiterer, oft unterschätzter Faktor in den Vordergrund: die Währungsentwicklung. Der US-Dollar-Index verzeichnete im Jahresverlauf einen der stärksten Rückgänge seit Jahrzehnten. Während der Wechselkurs zu Jahresbeginn noch bei etwa 1,07 US-Dollar je Euro lag, stieg der Euro im ersten Halbjahr zeitweise auf 1,18 US-Dollar. Diese Aufwertung des Euro hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Wertentwicklung von US-Investments im europäischen Depot. Die Ursachen für die Schwäche des Dollar waren vielfältig. Zum einen belasteten die hohe Staatsverschuldung der USA, die im Laufe des Jahres die Marke von 35 Billionen US-Dollar überschritt, und anhaltende politische Unsicherheiten das Vertrauen internationaler Investoren. Zum anderen setzte die US-Notenbank ihren Zinserhöhungszyklus aus, um konjunkturellen Risiken zu begegnen. Auch die veränderte geopolitische Risikowahrnehmung führte dazu, dass viele Anleger nach Alternativen zum US-Dollar suchten. In der Summe führte diese Entwicklung dazu, dass ein erheblicher Teil der in US-Dollar erzielten Kursgewinne für Euro-Anleger durch die Währungsumrechnung verloren ging. So entsprach die in US-Dollar erzielte Rendite von 16,6 Prozent in Fremdwährungen wie dem Euro häufig nur noch einem Zugewinn von etwa 2 bis 5 Prozent. Die Dollarschwäche wurde damit zum entscheidenden Renditekiller für viele europäische Investoren.

Der schwache Dollar: Historischer Tiefststand
Währungstrends im Fokus

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Währungseffekt erklärt: Warum Euro-Anleger weniger verdienten

Nach dem markanten Rückgang des US-Dollar im Jahr 2025 wurde für viele Euro-Anleger deutlich, wie stark Wechselkursschwankungen die tatsächliche Rendite beeinflussen können. Die Wertentwicklung von US-Investments wird im europäischen Depot stets umgerechnet – und genau hier lag der entscheidende Unterschied: Während der S&P 500 in US-Dollar ein Plus von rund 17 Prozent erzielte, kamen bei Anlegern aus dem Euroraum letztlich nur 3 bis 5 Prozent an. Diese Differenz ist nahezu vollständig auf die Dollarschwäche zurückzuführen, die einen Großteil der Erträge absorbierte. Betrachtet man die Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren, wird die Dimension dieses Effekts besonders deutlich: 2024 lag die S&P 500-Rendite in Euro noch bei über 32 Prozent. Im Jahr darauf fiel das Ergebnis für Euro-Anleger deutlich bescheidener aus. Die Ursache lag in der ausgeprägten Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro, die fast 70 Prozent der Dollar-Gewinne aufzehrte. Solche Währungseinflüsse können temporär sein, doch in einzelnen Jahren wie 2025 wirken sie sich spürbar auf das Anlageergebnis aus. Bemerkenswert ist zudem, dass europäische Aktien im selben Zeitraum mit einer Stoxx 600-Rendite von +20,83 Prozent für Euro-Anleger sogar attraktiver waren. Die Mathematik des Währungseinflusses ist daher ein zentrales Element, um die tatsächlichen Ergebnisse internationaler Investments realistisch einzuordnen.

Währungseffekt erklärt: Warum Euro-Anleger weniger verdienten
Wechselkursdynamik und Investmentrenditen

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Lösungen für Euro-Anleger: Hedging und Diversifikation

Gerade nach einem Jahr wie 2025 stellt sich für viele Euro-Anleger die Frage, wie sich Währungsrisiken im Portfolio gezielt steuern lassen. Eine bewährte Möglichkeit bieten ETFs mit Währungsabsicherung, die als „EUR Hedged“-Varianten verfügbar sind. Diese Produkte schützen vor Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro, was sich insbesondere in Jahren mit deutlichen Währungsbewegungen positiv bemerkbar machen kann. Im Rückblick auf 2025 zeigt sich, dass gesicherte S&P 500-ETFs die ungesicherten Alternativen meist übertrafen: Seit 2006 verzeichneten sie in etwa zwei Dritteln der Monate eine positive Entwicklung. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die laufenden Kosten bei diesen Produkten in der Regel um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte über denen der ungesicherten Varianten liegen. Wer das Währungsrisiko weiter reduzieren möchte, kann auch auf breit gestreute Europa- oder Welt-ETFs setzen. Diese bieten nicht nur eine geringere Abhängigkeit vom US-Dollar, sondern ermöglichen es, von regionalen Wachstumschancen zu profitieren. Im Jahr 2025 erzielte der Stoxx 600-ETF beispielsweise eine Rendite von +20,83 Prozent und lag damit klar vor US-Aktien in Euro. Viele Anleger nutzten zudem die Gelegenheit, ihr Portfolio durch Investments in Schwellenländer oder Gold zu diversifizieren. Gold entwickelte sich im Jahresverlauf mit einem Zuwachs von bis zu 60 Prozent als stabilisierender Faktor. Die regelmäßige Überprüfung der Depotstruktur und die bewusste Auswahl von Hedging-Optionen helfen, unerwünschte Schwankungen zu begrenzen. Gleichzeitig bleibt eine ausgewogene Streuung über verschiedene Anlageklassen und Regionen ein zentrales Element jeder langfristig orientierten Anlagestrategie.

Lösungen für Euro-Anleger: Hedging und Diversifikation
Wertentwicklung von Währungs-ETFs im Vergleich

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Outro: Für eine sorgfältige Einordnung vergangener und künftiger Renditeentwicklungen lohnt sich stets ein Blick auf die Währungseinflüsse und regionale Diversifikation. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung oder Anlageempfehlung.

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